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The Story of Stuff

ZU VIEL ZEUG

DIE ANDERE SEITE DES KONSUMS

Im Projekt “Zu viel Zeug – Die andere Seite des Konsums” wird SchülerInnen und LehrerInnen sowie den PassantInnen der Straßenaktionen grundlegendes Wissen über die weltweite Problematik des Konsums vermittelt.
Mit der Nutzung des über das Internet verbreiteten Films “The Story of Stuff” der Amerikanerin Annie Leonard wurde es für unsere Arbeit wesentlich leichter, den Kreislauf der Materialwirtschaft auf einfache aber eindrückliche Art und Weise darzustellen. Fahren wir fort mit der derzeitigen Menge an Konsumgütern und der zunehmenden Beschleunigung des Konsums und damit des Entsorgens, bräuchten wir schon längst vier Planeten, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. Da wir unbestrittener Weise nur über einen Planeten verfügen, ist es dringend an der Zeit, auf die Verschwendung und Zerstörung von Ressourcen hinzuweisen und Alternativen aufzuzeigen. Hinzu kommt, dass 95% unserer Alltagsgegenstände Produkte aus Erdöl enthalten und es absehbar ist, dass die Reserven in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erschöpft sein werden und wir uns schnell nach möglichen Ersatzstoffen umsehen müssen. Das heißt, wir müssen nicht nur unseren Konsum als solchen drastisch einschränken, sondern wir müssen uns auch auf ganz andere Produkte, Herstellungsmethoden und Lebensweisen einstellen, wenn der Wegfall von Erdöl unsere Welt wie wir sie jetzt kennen, auf den Kopf stellen wird.

Spielerisch und spannend werden die Themen dargestellt und gemeinsam bearbeitet. Graffiti als Kunstform wird Teil des Projektes sein. Was könnte den Konsum, die Freude am Kaufen und Verbrauchen besser repräsentieren als eine gigantische, überquellende Einkaufstasche? Sie ist sowohl Projektsymbol als auch Kunstobjekt und Blickfang bei öffentlichen Auftritten und Workshops, aber besonders bei den Straßenaktionen, wo sie gemeinsam mit den WorkshopteilnehmerInnen und ART at WORK für Aufsehen und Interesse sorgen soll und als Publikumsmagnet Gespräche mit PassantInnen zum Thema Konsum ermöglichen wird. In diesem interaktiven Kunstprojekt mächten wir zwei Aspekte näher beleuchten und konkrete Läsungsvorschläge anbieten:

Den Kreislauf der Materialwirtschaft begreifbar darstellen und generell aufzeigen, dass die derzeitige Konsumhaltung zur Zerstörung des Planeten führt und in der Menge auch mit gänzlich nachhaltigen Produkten nicht mehr zu leisten ist, ohne die Ressourcen von mindestes vier Planeten zu besitzen. Eingehender werden wir uns mit den fünf Stadien der Materialwirtschaft befassen: Rohstoffgewinnung, Produktion, Vertrieb, Konsum und Entsorgung und den jeweiligen Möglichkeiten auftretende Probleme wie Umweltzerstörung, Giftstoffe, Ausbeutung etc. gleich im Ansatz zu verhindern oder wenigstens zu verbessern. Dazu gehören natürlich auch Themen wie Fairer Handel und generell Hilfestellungen zur Änderung des eigenen Konsumverhaltens.

Wir sind uns bewusst, dass dies für Jugendliche ein extrem schwieriges Thema ist, die oft in der Pubertät und darüber hinaus ihre eigene Wertigkeit durch Konsum in Form von Kleidung und Elektronik (Handys, Notebooks, i-Phones etc. pp) definieren und bewahren wollen. Doch die Herausforderung den jungen Konsumenten von heute und morgen die Augen zu öffnen und ihnen Hilfestellung zu leisten für eine Welt die sich drastisch verändern wird, nehmen wir gerne an.

Zielgruppe: Menschen ab 9 Jahren.
Es handelt sich um Workshops von ca. 3 – 7 Stunden
Kosten pro Tag und Gruppe nach Absprache.
Die Workshops lassen sich problemlos auch mit anderen Gruppen durchführen, nicht nur mit Schulklassen. Gemischte Altersklassen sind möglich, auch eine Durchführung als Ferienspiel ist denkbar.

Das Projekt wurde von 2011-2013 gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen

Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen